16 Juli 2019

Lucart legt den Nachhaltigkeitsbericht 2018 unter dem Stichwort Kreislaufwirtschaft, neue Investitionen, Dialog mit Interessengruppen und Partnerschaften für eine nachhaltige Entwicklung vor

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  • 2018 verzeichnete das Unternehmen trotz höherer Zellstoffpreise ein Umsatzwachstum von 12%

  • Zu den wichtigsten Investitionen zählen der Erwerb von drei Werken in Spanien und der Bau eines neuen Werks in Ungarn

  • Für die Herstellung von Lucart Papier wird zu 53% recyceltes Altpapier verwendet


Der 14. nach den internationalen GRI-Standards erstellte Nachhaltigkeitsbericht von Lucarthebt, um nur die wichtigsten zu nennen, den Umsatzanstieg (+12%) und einige große Investitionen, wie die Übernahme von drei Werken in Spanien, den Bau eines neuen Werks in Ungarn, die Inbetriebnahme einer neuen Tissue-Papiermaschine (PM12) und den Bau eines neuen vollautomatischen Logistikzentrums zur Verbesserung des Kundendienstes hervor.

Wie üblich räumt der Nachhaltigkeitsbericht der Analyse der Umweltdaten, die in diesem Jahr durch einige detaillierte Studien zu Recaclingpapieren bereichert wurde, viel Platz ein.

Nach Schätzungen von Lucart lassen sich laut einer EPD[1]-Studie (Environmental Product Declaration) für zwei vom italienischen Konzern hergestellte Toilettenpapiere pro Tonne recyceltes Toilettenpapier im Vergleich zu aus Primärzellstoff hergestelltem Papier mehrere Umweltvorteile bemessen, darunter:

  • eine Reduzierung des Verbrauchs von nachwachsenden Ressourcen um 80%mit einer Einsparung von 4.060,9 kg Holz;

  • die Reduzierung desWasserverbrauchs um 38%, das entspricht 50,63 m3 Wasser;

  • um 20% verringerte CO2-Emissionen, die eine der Hauptursachen des Klimawandels sind.


Es ist offensichtlich, dass Produkte wie Toilettenpapier, die ihrerseits nicht weiter recycelt werden können aus recycelten Materialien hergestellt werden sollten. Dazu muss jedoch ein auf europäischer Ebene harmonisiertes Regelwerk umgesetzt werden, das die Produktion und den Verkauf von Recyclingprodukten begünstigt, beispielsweise durch die Verabschiedung von End of Waste-Verordnungen und die Einführung von Steuervorteilen für Recyclingprodukte.

Nach Angaben von Assocarta werden in Italien jedes Jahr etwa 1,5 Mio. Tonnen Hygienepapier , von dem nur 7% aus Recyclingmaterial besteht, hergestellt. Lucart verwendet im Gegensatz zum Sektor mehr als 53% recyceltes Altpapier und schafft auch auf lokaler Ebene einen Mehrwert, da 95% des verwendeten Altpapiers aus Europa und insbesondere aus Italien, Frankreich und Spanien stammen, das sind genau die Länder, in denen die Lucart-Werke, in denen recyceltes Tissue-Papier hergestellt wird, angesiedelt sind.

„Lucart ist ein Referenzmodell für die Kreislaufwirtschaft in Europa. Faktisch ist es das einzige Unternehmen der Branche, das in der Lage ist, Getränkekartons aus Tetra Pak®zu recyceln und das große Investitionen tätigt, um den Kreislauf seiner Prozessabfälle zu schließen,“ erläutert Massimo Pasquini, CEO von Lucart. „Allerdings ist die italienische Rechtslage nach wie vor zu unübersichtlich. Die Regierung sollte es italienischen Unternehmen ermöglichen, weiterhin in einer Situation der Rechtssicherheit zu arbeiten und zu investieren und mit anderen EU-Ländern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Vorschriften auf europäischer Ebene harmonisiert werden. Wir sind das zweitgrößte Produktionsland in Europa und eines der vorbildlichsten Länder auf dem Gebiet des Recycling. Wenn wir also weiter wachsen und in neue Technologien, Verfahren und Produkte investieren wollen, muss das Land die Kreislaufwirtschaft fördern und darf sie nicht behindern. Angesichts der ungewissen Lage erscheint es naheliegend, dass der Anstieg der Produktion von Recyclingpapier und die entsprechenden für 2019 - 2021 geplanten Investitionen in Spanien und Frankreich getätigt werden, wo die Vorschriften stabil, verbindlich, eindeutig und im Einklang mit den Anforderungen der Europäischen Union stehen.“

Um den Übergang zur Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen, trat Lucart 2018 dem Netzwerk CE100 der Ellen MacArthur Foundation, dem weltweit größten Netzwerk für Unternehmen, die sich im Rahmen der Kreislaufwirtschaft neue Möglichkeiten erschließen wollen, bei.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2018 enthält auch die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) der Generalversammlung der Vereinten Nationen für den Zeitraum 2016-2030. Diese Ziele stellen den konkretesten Weg zum Aufbau einer integrationsfähigeren und umweltfreundlicheren Welt dar.

 

 

 

 
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