11 Oktober 2021

Lucart baut seine Marktposition in Frankreich weiter aus: 80 Mio. Euro, um in Europa zu wachsen

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Lucart für den Zeitraum 2022-2024 einen Investitionsplan in Höhe von 80 Mio. Euro, der das französische Werk in Laval-sur-Vologne betrifft, an. Dadurch soll die internationale Marktpräsenz des Konzerns als zweitgrößter europäischer Akteur im Away from Home Bereich (Hygienepapierprodukte für den gewerblichen Gebrauch) konsolidiert werden, wobei sich die Maßnahmen auf einen grundlegenden strategischen Bereich konzentriert, um die Märkte in Mittel- und Nordeuropa zu erschließen. Gleichzeitig will der Konzern zur Dekarbonisierung des Industriebereichs beitragen und ehrgeizige Umweltziele erreichen.

„Wir geben mit besonderer Genugtuung einen Investitionsplan dieser Größenordnung bekannt, der einen entscheidenden strategischen Schritt zur Konsolidierung und zum Wachstum unseres Unternehmens außerhalb Italiens darstellt“ - kommentierte der CEO der Lucart S.p.A. Massimo Pasquini. - „Durch die neuen Investitionen wird das Werk in Laval-sur-Vologne bei der geplanten Expansion auf den europäischen Märkten eine noch wichtigere Rolle spielen. Daneben sind wir besonders stolz darauf, ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Wachstumsmodell zu exportieren, bei dem ökologische Errungenschaften denselben Stellenwert der wirtschaftlichen Leistung einnehmen.“


Ausbau der Produktionskapazität von Recyclingpapier

Im Mittelpunkt steht dabei die Inbetriebnahme einer neuen Papiermaschine bis 2024 und die Installation von drei neuen Verarbeitungslinien im französischen Werk Laval-sur-Vologne. Auf diese Weise sollen die Produktionskapazität von recyceltem Tissue-Papier erhöht und die Fertigproduktlinien differenziert werden. Mit der neuen PM15 genannten Papiermaschine werden bis zu 40.000 t hochwertiges Tissue-Papier pro Jahr hergestellt. Sie wird von einer technologisch fortschrittlichen Zellstoffaufbereitungsanlage, die sowohl Pre- als auch Post-Consumer-Recyclingpapier verarbeiten kann, bedient. Der Standort Laval erreicht somit ein Produktionspotenzial von jährlich ca. 100.000 t Tissue-Papier und kann neben der Umstellung des Werks selbst auch andere Werke des Konzerns bedienen.

Senkung der CO2-Emissionen

Im Einklang mit der am Umweltschutz orientierten Ausrichtung der strategischen Pläne und dem von Lucart angestrebten Wachstum, deckt der Plan auch den mit dem Bau des Produktionszentrums verbundenen Energiebedarf ab. Zu diesem Zweck plant Lucart die Errichtung eines Biomassekraftwerks in dem zur Wärmeerzeugung, die durch die Forstwirtschaft in der Nähe des Standorts Laval anfallenden Holzschnitzel, verwendet werden. Dadurch werden die CO2-Emissionen pro Jahr um voraussichtlich mehr als 12.000 t gesenkt.


Effizientere Vertriebslogistik

Daneben ist im Département Vosges im Nordosten Frankreichs der Bau eines neuen vollautomatisierten Logistikzentrums geplant. Dieses wird, wie in dem in Italien bereits erfolgreich erprobten Modell zwischen den Werken Diecimo und Altopascio in der Provinz Lucca, von umweltfreundlichen Shuttle-Fahrzeugen bedient. Nach dem für den Konzern kennzeichnenden Motto zur ständigen Verbesserung, wird der Kundendienst durch diese Anlage weiter verbessert. Das Zentrum erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 100.000 qm, von denen 25.000 qm überdacht sind, letztere können bei wachsendem Lagerbedarf auf 45.000 qm erweitert werden.


Das Werk Laval-sur-Vologne

Der Standort Laval zeichnet sich durch seine strategisch günstige logistische Lage im Herzen Europas aus. Das Werk wurde 2008 von Lucart erworben und hat seinen Umsatz innerhalb von zehn Jahren verdoppelt. Es wurde zu einem führenden Standort für die Herstellung und Verarbeitung von recyceltem Hygienepapier und Fiberpack® Papier, das aus recycelten Getränkekartons aus Tetra Pak® hergestellt wird
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